Microsoft vs. Google & Yahoo
Der Software-Konzern Microsoft hat angekündigt, seine Konkurrenten Google und Yahoo auf dem Online-Werbemarkt aggressiv anzugreifen. Ziel sei es, die Einnahmen, die im vergangenen Jahr bei 1,39 Millionen Dollar lagen, binnen der kommenden drei Jahre zu vervierfachen. Das sagte Joanne Bradford, Vice President für die Werbevermarktung, gestern auf der Fachkonferenz Advertising Week in New York.
Zu diesem Zweck beschreitet das amerikanische Unternehmen auch neue Wege. Neben klassischen Bannern auf dem MSN-Portal und Anzeigenschaltung in Suchmaschinen sieht die Planung für die Zukunft weitere Werbeformen vor. Demnach soll Online-Werbung künftig auch in PC-Spiele und die Xbox integriert werden. Darüber hinaus werden Web-basierte Business-Anwendungen freie Bannerplätze bieten.
Den Ausführungen Bradfords zu Folge seien zudem maßgeschneiderte Kampagnen-Modelle für Großkunden wie den Kreditkartenunternehmer Visa oder den Autobauer DaimlerChrysler vorgesehen. Diesen Partnern soll die Möglichkeit geboten werden, die User über verschiedene Plattformen hinweg anzusprechen. Künftig können Banner auf allen Plattformen des Unternehmens über eine Kontaktperson in der Sales-Abteilung gebucht werden.
Google erzielte im vergangenen Jahr 6,07 Milliarden Dollar aus Anzeigenschaltungen, die Werbeeinnahmen von Yahoo beliefen sich auf 4,59 Milliarden Dollar.
Quelle: Internetworld.de
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am 27. September 2006 um 22:55 Uhr
Mir gehts nicht drum Microsoft zu bashen, aber wer so große Ziele hat muss auch dafür sorgen nicht immer Schrott auf die Leute loszulassen (auch wenn unglaublich viele Leute das so hinnehmen - es verändert das Nutzerverhalten und schadet der Technologie der Weiterentwicklung und damit dem Fortschritt des Internet)
Ich bin selbst MS-Nutzer, doch ein Großteil der Leute die ich bei ihrer Arbeit mit PCs beobachten kann legen seltsame verhaltensweisen an den Tag: Software installiert man nicht, sie bringt Windows zum Absturz…
(es gibt so viele Beispiele von verhunzten Microsoft Projekten dass einem schlecht wird. immer proprietär. immer gegen jede Vernunft. mit dem Ziel Abhängigkeiten zu Schaffen die die Benutzung von MS-Software nötig macht)
1) sei es Installationsroutinen (zB die der IE7 Vorversionen, die unter aller Sau sind. (Fortschrittsbalken, die sich nicht bewegen mehrere Neustarts und das auf dem eigenen OS)
2) der von vornherein zum Scheitern verurteilte Versuch ein Konkurrenzformat zum Quasi Ist-Standard PDF zu etablieren.
3) eine Video-Plattform die nicht auf dem Mac funktioniert.
4) diverse Anwendungen die sich nicht an meine Benutzereinstellungen halten (FF ist mein Browser - der Messenger öffnet aber viele Links partout im IE, eine IE7 beta kam sogar mit Cleartype=on daher obwohl Cleartype deaktiviert war)
5) alles was in den bereich Enduser-zu-Internet fällt, ist ne Katastrophe: Markup, Umsetzung, proprietäre Ansätze (ob nun Videopräsentationen die versuchen Popups zu öffnen, was dank Popupblocker selbst im IE6 nicht klappt… manchmal langt man sich an den Kopf, wie die sich das Internet der Zukunft vorstellen….
6) Sicherheit, und aus Sicherheitslücken resultierende Scheu vor Technologie der Endanwender
Ich finde das Vorgehen/Strategie zwar aus Unternehmersicht nachvollziehbar, es ist nur zu dreist. So dreist dass ich mir mehr gesetzliche Maßnahmen gegen Microsoft wünsche.
am 27. September 2006 um 22:57 Uhr
Tut mir leid: der Bashing-Vorwurf lässt sich nur schwer wiederlegen, aber ich werde von Microsoft eigentlich regelmäßig enttäuscht - daher halte ich das was dein Artikel an die Wand malt nicht nur für unrealistisch, vielmehr für eine Drohung
am 28. September 2006 um 07:26 Uhr
Hallo Erik,
den Absolutheitsanspruch beizuhalten kann ich aus Unternehmenssicht ebenfalls nachvollziehen, wenn auch nicht für gutheißen. Natürlich versuchen sie mit dem Trend mitzugehen, allerdings sind neue innovative Ideen nicht mehr vorhanden. Microsoft hält sich hier vielmehr an den Ideen von anderen. Beispiele:
1. Das neue Betriebssystem kommt dem von MAC OS X sehr nahe. Man setzt nun auf Aqua Buttons
2. Zune als Konkurrenzprodukt für den schon längst etablierten, konkurrenzlosen iPod
3. Das Microsoft Werbesystem, das Google Adwords vom Markt stoßen möchte
4. Die web2.0-Suchmaschine MSN, hat Ähnlichkeiten mit der neuen META-Suchmaschine Zippy (siehe vorheriger Beitrag auf Startseite)
…
schon schade, wie ein “Marktführer” seine Position ausnutzt.
am 12. Januar 2007 um 20:49 Uhr
Die Werbeeinnahmen von Yahoo können doch nur aus Amerika kommen, denn in Deutschland nimmt Yahoo garantiert nicht so viel ein.
am 27. Januar 2008 um 14:51 Uhr
Denke auch, dass da noch ein riesen Unterschied von Yahoo-Deutschland zu Yahoo-USA ist. Bei ausländer insbesondere Amerikanern hat es einen ganz anderen Stellenwert als hier in Deutschland.